Eine immer wieder vorgebrachte Begründung für die Hochschulfusion in der Lausitz ist die geographische Nähe der beiden Einrichtungen. Und in der Tat ist der Abstand der Hochschule Lausitz zur BTU deutlich kleiner als ihre eigene Ausdehnung. Durch die Zusammenlegung entstünde die größte Hochschule Brandenburgs. Sie wäre sogar doppelt so groß wie die Universität Duisburg-Essen im großen Nordrhein-Westfahlen, und könnte es, wenn der Reformwille des Ministeriums nicht versiegt, dereinst mit der Universität Koblenz-Landau aufnehmen.

In anderen Bundesländern wie etwa dem rückständigen Baden-Württemberg ist man da noch nicht so weit. Man frägt sich, weshalb man die dortigen Zwerghochschulen noch nicht großflächig zusammengelegt hat. Da wird ein Fußweg zur nächsten Querstraße oder ein Spaziergang durch den Park als Fusionshindernis empfunden. Dabei wäre selbst eine fusionierte Fachhochschule Karlsruhe-Pforzheim noch kleiner als die jetzige Hochschule Lausitz.

Im Saarland war man von Anfang an fortschrittlicher, da gibt es nur eine Universität, die Universität des Saarlandes (UdS). Den Fahrplan des UdS-Shuttle finden Sie hier. Ist die Hochschule zu klein, lässt sich so etwas nicht durchsetzen. Aber jetzt hat man in Brandenburg erkannt: Die wahre Größe zählt.

PS:
Auch wenn ich die Links von Professor Bing habe, so habe ich trotzdem manche Auskunft von Dr. Google verwendet. Der gibt sogar noch bereitwilliger Auskunft. Allerdings verpackt er sie nicht in weitergabefähige Links.

PPS:
Für die Fusion der Uni Potsdam mit der FU Berlin müssen wir leider noch auf die Länderfusion Berlin-Brandenburg warten.

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