Das Land will die Mittelvergabe für die Hochschulen modernisieren. Es sollen neben einer Grundfinanzierung zehn Prozent des entsprechenden Haushalts nach einem wettbewerblichen Verfahren auf die Hochschulen verteilt werden. Die Einreichungsfrist für die Vorschläge war vor zwei Wochen. Leider ist bis heute nicht bekannt, wer die Vorschläge nach welchen Kriterien beurteilt, geschweige denn, wie aus diesen Beurteilungen die Verteilung des Geldes berechnet wird. Wir stehen also auf dem Sportplatz und wissen nur, dass ein Wettbewerb stattfinden soll. Sportart, Schiedsrichter und Regeln wurden aber nicht bekanntgegeben. Keiner weiß, ob es darum geht, weit oder hoch zu springen, Tore zu schießen, Speere zu werfen, um den Platz zu laufen, oder einen Ball über ein Netz zu befördern. Es sollen sich aber bitte alle anstrengen.

Das einzige bisher bekannte aber auch nur vermutete Kriterium ist die Umsetzung der Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirates für die Lausitz. Dort werden in den in den fachspezifischen Teilen ca. zehn neue Professuren vorgeschlagen. Laut allgemeinem Teil soll das eine Reduktion von derzeit 228 auf künftig nur noch 150 Planprofessuren bewirken. Dagegen ist die Quadratur des Kreises ein Kinderspiel. Dafür reicht nämlich eine unendliche Arbeitsgeschwindigkeit oder unendlich viel Zeit bereits aus. Für die Reduktion durch Aufstocken leider nicht. Vorschläge, wie die neue Gesamthochschule Lausitz dieses dennoch verwirklichen kann, sind noch keine eingegangen, werden aber gerne entgegengenommen.

Advertisements